TAE-Dosen
admin, Thursday 01 February 2018 - 12:49:42


Hier finden Sie diverse Informationen zu den TAE-Dosen, die nicht in der Wikipedia genannt sind, den TAE 8, TAE 8+4 und TAE 16.

Die hier beschriebenen Dosen und Stecker dürften heute kaum noch anzutreffen sein. Diese Seite entstand, weil ich im Internet keine brauchbaren Angaben zu ihnen fand. Die TAE 16 wird in der Wikipedia unvollständig und die TAE 8+4 gar nicht erwähnt. Auch sie gliedern sich nahtlos in das 1987 eingeführte TAE-Konzept (Telekommunikations Anschluß Einheit) der Deutsche Bundespost ein.
Dies bestand aus folgenden Dosen:
 

BezeichungVerwendet für
TAE 6analoge standard Endgeräte
TAE 8standard ISDN-Endgeräte
TAE 8+4standard ISDN-Endgeräte
TAE 16Sonder- und Systemtelefone








Diese Systeme sollte alle vorhergehenden Stecksysteme in der Telekommunikation ablösen und gleichzeitig ein neues System für ISDN einführen. Seit 1987 wurden keine ADo und VDo mehr eingebaut, außer es war aus irgendeinem Grund unumgänglich. Es gab Adapter der alten Dosen auf das neue System.
Alle TAE-Stecker gab es sowohl rastend als auch verriegelnd (bein TAE 6 waren die Steckerkörper, die die Kontakte hielten mit Kennfarben versehen; Schwarz: Telefon, Grau: Zusatzgerät und Gelb: Stecker verriegelnd, konnte nur mit Werkzeug gezogen werden), vom TAE 16 abgesehen, ihn gab es nur verriegelnd.

TAE 8

Das TAE 8 und TAE 8+4 System wurde für die S0-Schnittstelle der ISDN-Anschlusse nach dem Protokoll FTZ 1 TR 6 verwendet, dem nationalen ISDN. Es besteht aus aus der TAE 8 und der erweitertern TAE 8+4. Natürlich können auch die Nachfolgesysteme UAE oder IAE statt dessen verwendet werden, dann jedoch ggfs. ohne die Nutzung der Y-Schnittstelle. Die Nachfolgedosen haben weiterhin den Nachteil, daß die Rastnasen sehr leicht abbrechen und die Stecker dann keinen Halt mehr finden.


TAE_8_AP_zu.jpg
TAE 8 Aufputz
 
TAE_8_AP_offen.jpg
TAE 8 Aufputz geöffnet
 
Hier sehen Sie eine TAE 8 als Aufputzvariante. Leider hatte ich nur die Sonderbauform für die Y-Schnittstelle 1). Sie wurde anders belegt, als die normale unten abgebildete Unterputzvariante der TAE 8/8. Sie ermöglicht die Speisung über die Klemmen 1 und 2 oder den parallel geschalteten TSV-Stecker des Endgerätes.
 
TAE_8-8_UP_zu.jpg
TAE 8/8 Unterputz
 
TAE_8-8_UP_offen.jpg
TAE 8/8 Unterputz geöffnet
 
Hier sehen Sie eine TAE 8/8. Sie dient dem Anschluß von zwei ISDN-Endgeräten an zwei unterschiedlichen S0-Bussen. Die Belegung der Klemmen wird am Ende des Kapitels der TAE 8 beschrieben.


TAE 8+4
 

TAE_8+4_AP_zu.jpg
TAE 8+4 Aufputz

TAE_8+4_AP_offen.jpg
TAE 8+4 Aufputz geöffnet

Hier sehen Sie eine TAE 8+4. Sie dient dem Anschluß von einem ISDN-Endgerät an an einem S0-Bus. Die Belegung der Klemmen wird am Ende des Kapitels der TAE 8 beschrieben.

TAE_8+4_UP_zu.jpg
TAE 8+4 Unterputz

TAE_8+4_UP_offen.jpg
TAE 8+4 Unterputz offen

Hier sehen Sie eine TAE 8+4. Sie dient dem Anschluß von einem ISDN-Endgerät an an einem S0-Bus. Die Belegung der Klemmen wird am Ende des Kapitels der TAE 8 beschrieben.




Anschlußbelegungen der Dosen

Die Dosen verfügen über folgende Klemmen (nicht alle Modelle, Minderbestückungen und Wegfall der +4 sind möglich):


Bezeichnung CCITTKlemmeBezeichnung NationalErläuterungRJ45- Dose Klemme
a1SV3    Zur Zeit nicht verwendet  
b2SV4 Zur Zeit nicht verwendet  
f3+)a1                     RX+ am TE Paar 1 4
e4b1                     RX- am TE Paar 1 5
c5b2                     TX-am TE Paar 2 6
d6+)a2                     TX+am TE Paar 2 3
g7++)SV1 40V-Zusatzversorgung für ZEy  
h8SV2 40V-Zusatzversorgung für ZEy  
 9M1   
 10  
 11M2   
 12  



















TAE 8+4 Stecker

TAE_8+4_Stecker_links.jpg
TAE_8+4_Stecker_links.jpg

TAE_8+4_Stecker_rechts.jpg
TAE_8+4_Stecker_rechts.jpg

TAE_8+4_Stecker_Kontaktseite.jpg
TAE_8+4_Stecker_Kontaktseite.jpg

Bei dieser Ansicht sind die Kontakte des Steckers wie folgt:

  12  
  34  
  56  
  78  






  910
1112




Gerät mit Stecker

Telekom_Granat_3.jpg
Telekom Granat 3

Hier sehen Sie als Beispiel ein Telekom Granat 3. Alle Geräte, die für das nationale ISDN zur Auslieferung kamen, hatten entweder einen TAE 8 oder einen TAE 8+4 Stecker; Systemtelefone allerdings nicht unbedingt. Die octopus 180i der Deutsche Bundespost Telekom, Hersteller Philips, war eine Ausnahme: der Abfrageapparat der ersten Generation ABST 180i hatte ihn als einziges Endgerät der Anlage auch. Die NTBA hatten keine Westernbuchsen, wie später üblich, sondern eine TAE 8 Buchse.




TAE 16

TAE_16_zu.jpg
TAE 16 Aufputz

TAE_16_offen.jpg
TAE 16 Aufputz geöffnet

Die TAE 16 (ursprünglich wurde sie als ADo 16 bezeichnet, jedoch mit der Einführung des TAE-Systems 1987 wurde sie einfach umbenannt) dient dem Anschluß von analogen Endgeräten, die einen höheren Bedarf an Adern haben. Beispielsweise Bildtelefone der ersten Generation aber auch Systemtelefone und das sogenannte Telefon-Bequem-System wurden mit ihr angeschlossen. Da die Anwendungen so vielseitig sind, gibt es auch keine vollständig genormte Belegung der Dose.
Lediglich die Klemmen 3 (La) und 4 (Lb) waren genormt. Alle anderen Klemmen müssen jeweils der Doku des Endgerätes entnommen werden.

TAE_16_Belegung_der_Buchse.jpeg
TAE 16 Belegung der Buchse


TAE_16_Stecker.jpg
TAE 16 Stecker



Anmerkungen
1) Y-Schnittstelle:
Die Y-Schnittstelle ist eine Vierdraht-Schnittstelle zwischen Telefonapparat und Zusatzeinrichtungen (ZEy). Sie hat einen Ausgang für digitale Signale und einen digitalen Steuerausgang. Sie wird über den TAE 8+4 Stecker aus dem Endgerät heraus in die S0-Bus-Installation geführt und über eine TAE 8 in der Ausführung Y an die Zusatzeinrichtung angeschlossen. 

Die Informationen dieser Seite wurden von mir mit großer Sorgfalt, bestem Wissen und viel Akriebie aus verschiedenen Dokumenten zusammengetragen, eine Gewähr übernehme ich dennoch nicht.

Verbesserungsvorschläge und Korrekturhinweise bitte an mich.

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