8818 Infoseite
admin, Wednesday 19 January 2011 - 23:35:32

NIXDORF COMPUTER DVS 8818
Hagenuk BCS Multicom 3000
Siemens Nixdorf System 8818
Telekom octopus 8818


Das DVS 8818 (Digitales Vermittlungssystem) von Nixdorf Computer war ein vollmodulares und volldigitales Vermittlungssystem für Ausbaustufen von 64 (kleiner möglich) bis 4400 Ports (bei Anlagenvernetzung bis 1.122.000 Ports). Das System gilt bis heute als Leistungsfähigste TK-Anlage am weltweiten Markt. 1981 führte Nixdorf Computer das System ein, es wurde bis 1996 bei Telekom unter dem Namen octopus 8818, bei Hagenuk unter dem Namen BCS Multicom 3000 und bei Siemens unter dem Namen System 8818 verkauft.



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Abfrageterminal/ 3 (AFT/3) des System 8818 (verwendbar ab Release 5.1), anschließbar an den Internen S0 einer SUE oder UTS mit PT. Das AFT/3 wird als "Zentrale" beim System 8818 verwendet. Maximal 15 AFT/3 sind anschließbar.



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Abfrageterminal/ 2 (AFT/2) des System 8818, anschließbar an AFT SAS und a/b einer TS4 oder TS8. Das AFT/2 wird als "Zentrale" beim System 8818 verwendet. Maximal 15 AFT/2 sind anschließbar, anders als beim AFT3 ist dies jedoch von der Modellgröße abhängig, hier gilt: Pro Verbindungsschrank maximal 1 AFT/2.



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Systemterminal "Displayarbeitsplatz 4" (DAP4) mit Datenträgerstation (Festplatte mit Betriebssystem bis Release 5.2/xx und 5,25 Zoll Diskettenlaufwerk auf dem Monitor) und AFT/2. Von diesem Gerät wird das System programmiert und administriert. Darüber hinaus kann der Betreiber hier verschiedene Dinge selbst einstellen.



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SAS- Drucker ND13. Über diesen Drucker, der wie auch der DAP4 über die SAS (Serielle Arbeitsplatz Schnittstelle) mit dem System 8818 verbunden wird, kann der Anwender- oder der Systemspezialist- fast alles ausdrucken, was im System an Daten vorhanden ist, beispielsweise die Gebührendaten, wodurch immer leicht nachvollziehbar ist, wer wann wohin telefoniert hat und was es kostete.


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Ab Release 5.2 kann das VT02 oder VT03 eingesetzt werden, es ersetzt die DAP4, die seit einigen Jahren nicht mehr gefertigt werden, was zunehmend zu Engpässen in der Ersatzteilversorgung führt. Es wird an eine V-24 Schnittstelle der ZST/3 beim Modell S (2W30 oder 2W80) oder des SPE (Systemperipherie Einschub, ersetzt die Datenträgerstation, siehe Bild oben, beim Modell M und L ab Release 5.2/xx) beim Modell M und L angeschlossen. Es kann auch abgesetzt (die Reichweite der V-24 Schnittstelle beträgt ca. 15m) über ein Modem (möglichst GSVA, anzuschließen an DTS2 oder DTS4) betrieben werden.




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Systemschrank 8818 Modell S (2W80) für maximal 18 Baugruppen. Dieser Schrank beherbergt die Baugruppen, an die die Endgeräte und Anschlußleitungen angeschlossen werden.



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Systemschrank 8818 Modell S (2W30) für maximal 8 Baugruppen. Dieser Schrank beherbergt die Baugruppen, an die die Endgeräte und Anschlußleitungen angeschlossen werden.



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Systemschrank 8818 Modell S (2W30) für maximal 8 Baugruppen. Dieser Schrank beherbergt die Baugruppen, an die die Endgeräte und Anschlußleitungen angeschlossen werden. Hier sehen Sie die Anschlußklemmen an der Rückseite, über die die Geräte und Leitungen angeschaltet werden.



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Systemschränke 8818 Modelle M und L (2W600 und 3W3000) für maximal 715 Nebenstellen und 600 Leitungen (Modell M) bzw. maximal 4000 Nebenstellen und 1200 Leitungen. Diese Werte sind Maximalwerte, sie variieren je nach Menge der Schränke, beim Modell L sind das beispielsweise maximal 23. Diese Schränke beherbergen die Baugruppen, an die die Endgeräte und Anschlußleitungen angeschlossen werden.



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Bestückte Verbindungsetage des Modell M und L. An diese Einschübe werden Leitungen und Nebenstellen angeschlossen. Sie werden über einen AVT (Anschlußverteilerschrank) oder einen angeflanschten IHvt (Integrierten Hauptverteiler) mit den Geräten verbunden.



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Bestückte Steueretage des Modell M.
Die Baugruppen von rechts nach links:
SPE: Systemperipherie- Einschub. Er enthält eine Festplatte mit dem Betriebssystem, ein Diskettenlaufwerk, vier V-24 Schnittstellen, eine SAS für den Anschluß von APR (Applikationsrechner, durch diesen kann man Texte versenden und die Telefonanlage um ein Telefonbuch erweitern u. v. m.)
HTG: Hörtongenerator, mit diesem werden alle Töne, die man im Handapparat (Hörer) hören kann, generiert. Ist MOH (Music on Hold- Wartemusik) angeschlossen, wird sie über ihn ins System eingespeist, des weiteren übernimmt der HTG die Synchronisation mit externen Taktquellen (ISDN- Vermittlungsstellen, andere TK- Systeme).
LE: Leitungseinschub. Er führt eine V-24 Schnittstelle zum Anschluß von Fremdrechnern des STR nach außen, zudem kann er ein Modem für Fernwartung aufnehmen.
STR: Steuerrechner. Er enthält eine 8- Bit CPU Z80 A mit 4 MHz Systemtakt, 4 MB Arbeitsspeicher und 4 oder 8 KB EPROM mit einem dem BIOS bei PCs vergleichbaren Programm, dem Urlader.
HK: Hauptkoppler. Er verbindet über die GK (Gruppenkoppler, die in den einzelnen Verbindungsetagen sitzen) die einzelnen Baugruppen miteinander und dem STR und nimmt diesem einfache Vermittlungsaufgaben ab.Hier endet der Steuerungsbereich, ab hier können beliebige Baugruppen (Leitungen, Endgeräte) eingesetzt werden.
MFE: Mehrfrequenzempfänger. Er kann das Mehrfrequenzwahlverfahren von bis zu 8 Nebenstellen gleichzeitig auswerten und an den STR senden. Er kann überall im System eingesetzt werden, er ist nicht auf einen bestimmten Platz angewiesen. Es werden so viele Baugruppen MFE wie benötigt eingesetzt.
MFS: Mehfrequenzsender. Er empfängt am Amt den Wählton und wertet diesen aus, darüber hinaus erzeugt er bei gehender analoger Amtswahl die MFV- Tonsignale. Er verfügt über vier Kanäle. Darüber hinaus wird er auch zum Steuern von beispielsweise Voice- Mail Systemen verwendet. Er kann überall im System eingesetzt werden, er ist nicht auf einen bestimmten Platz angewiesen. Es werden so viele Baugruppen MFE wie benötigt eingesetzt.
TS: Teilnehmerschaltung. Sie stellt vier (TS4) oder acht (TS8) analoge Schnitstellen zur Verfügung, an die analoge Telefone, Faxgeräte, Modems, Anrufbeantworter oder Voice- Mail Systeme angeschlossen werden können.
KON: Konferenzeinschub. Er ermöglicht maximal zwei gleichzeitige Sechser- Konferenzen, auf die man sich auch aufschalten kann. Er kann überall im System eingesetzt werden, er ist nicht auf einen bestimmten Platz angewiesen. Es werden so viele Baugruppen KON wie benötigt eingesetzt.
GK: Gruppenkoppler: siehe HauptkopplerWeitere Baugruppen sind im Montagehandbuch beschrieben, das Sie auf dieser Seite bei den Bedienungsanleitungen finden.



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Netzteiletage eines Systemschranks Modell M oder S. Links befindet sich der Gleichrichter, aus dem die Gleichspannungswandler (die drei folgenden Module) die Spannungen für je eine Etage generieren. Ganz rechts befindet sich der Rufwechselspannungsgenerator, der die Rufwechselspannung für maximal 1200 analoge Teilnehmer (werden mehr benötigt, so ist in einem anderen Schrank ein weiterer zu installieren) erzeugt, darüber hinaus erzeugt er die SAS- Abschlußspannung. auch ein System ohne analoge Teilnehmer kann also nicht auf ihn verzichten. (Die Rollen unter dem Schrank entsprechen nicht der Originalbauart, sie waren ein besonderer Kundenwunsch.)



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Angeflanschter integrierter Hauptverteiler. An ihm werden alle Nebenstellen, Leitungen und sonstige Teilnehmer angeschlossen. Er ist lediglich für das Modell M mit einem Systemschrank ausreichend. Werden mehr Schränke gebraucht, muß man einen Systemschrank mit AVT (Anschlußverteiler) vorsehen. Dann steht ein ganzer Schrank zum Anschließen der Leitungen zur Verfügung, maximal sind drei AVT vorgesehen.



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Logofon- Basis
Logofon- Basis- Info
Logofon- Basis- Hotel
Das Logofon- Basis ist ein analoges Endgerät (Hersteller war Hagenuk in Kiel), das es auch mit MAIL- Lampe (Logofon- Basis- Info, Logofon- Basis- Hotel, die sich durch eine unterschiedliche Ansteuerung der Mail- LED unterscheiden) gibt. Es unterstützt das Mehrfrequenzwahlverfahren, verfügt über eine ERD- Taste und A-, B-, C-, D- Tasten. Anschluß an TS4 oder TS8.



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Logofon- Komfort
Das Logofon- Komfort ist ein analoges Endgerät (Hersteller war Hagenuk in Kiel), das über eine Freisprecheinrichtung, 12 Speichertasten für Rufnummern sowie 18 Funktionstasten verfügt. Damit diese korrekt funktionieren, müssen die Kennzahlen der Leistungsmerkmale im Programm AKONF, Unterpunkt "Ändern der Konfiguration (laufendes System)" Unterpunkt "10 Kennzahlen der Leistungsmerkmale" entsprechend konfiguriert werden. Eine Änderung der Programmierung der Funktionstasten im Gerät ist nicht möglich. Ein 24-stelliges alphanumerisches Display gehört ebenfalls zum Umfang. Für vermittlungstechnische Aufgaben verfügt das Gerät über eine ERD- Taste. Es unterstützt das Mehrfrequenzwahlverfahren. Anschluß an TS4 oder TS8.



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Logofon- Mobil
Das Logofon- Mobil ist ein analoges schnurloses Endgerät (Hersteller war Hagenuk in Kiel). Es unterstützt das Impuls- und Mehrfrequenzwahlverfahren und verfügt über eine ERD- bzw. Flash- Taste. Anschluß an TS4 oder TS8.



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Digifon- Basis
Das Digifon- Basis ist das einfachste Systemtelefon für das System 8818. Es verfügt über 4 freiprogrammierbare und 11 festbelegte Funktionstasten. Anschluß an DTS2 (Digitale Teilnehmerschaltung) oder DTS4.



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Digifon- Solo
Das Digifon- Solo ist ein abgespecktes Digifon- Komfort, ein einfaches Systemtelefon für das System 8818. Es verfügt über 12 freiprogrammierbare und 27 festbelegte Funktionstasten sowie über ein 24-stelliges alphanumerisches Display, Lauthören ist inclusive, Freisprechen kann nachgerüstet werden. Anschluß an DTS2 (Zwei Anschlüsse) oder DTS4 (Vier Anschlüsse).



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Digifon- Komfort
Das Digifon- Komfort ist das komfortabelste "alte" Systemtelefon für das System 8818. Es steht den neuen in Komfort und Funktion in fast nichts nach. Es wurde in den Farben Grau, Braun und Gold produziert und verfügt über 12 freiprogrammierbare und 40 festbelegte Funktionstasten sowie über ein 40-stelliges alphanumerisches Display, Lauthören und Freisprechen sind inclusive. An das Digifon Komfort kann ab der Hardwarevariante 3.x ein RNG Basis 10 (Rufnummerngeber) angeschlossen werden, in dem sich 62 Nummern speichern lassen. Anschluß an DTS2 (bei DTS2 kein RNG) oder DTS4.



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RNG Basis 10
Der RNG Basis 10 läßt sich an das Digifon Komfort ab Hardware Stand 3.xx anschließen. Weitere Voraussetzungen für den Betrieb: mindestens Release 3.2/00D (der Betriebssystemstand der 8818, in etwa vergleichbar mit Windows 95, 98, 2000 oder XP bei einem PC) und Anschluß an eine DTS4 (die erforderlichen Treiber sind bei keinem Release der DTS2- Software hinzugefügt worden, da an eine DTS2 nur zwei Endgeräte angeschlossen werden können, was aus der Sicht der Firma Nixdorf Computer AG nicht rentabel war; Teamfunktionen werden auf der DTS2 ebenfalls nicht unterstützt). Im RNG Basis 10 lassen sich releaseabhängig bis zu 62 Nummern, Texte oder Data- Strings (an die 8818 kann ein Rechner angeschlossen werden, der Texte auf den Displays darstellen kann und über die DATA- Funktion der Endgeräte gesteuert werden kann) speichern.



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Digifon- Solo/2S
Digifon- Solo/2U
Das Digifon- Solo/2 ist ein einfaches ISDN- Systemtelefon für das System 8818. Es verfügt über 7 frei programmierbare- und 9 fest belegte Funktionstasten, ein 2* 20 Zeichen alphanumerisches Display und Lauthören. Das Digifon Solo/2U wird an eine UTS4 (UPN Teilnehmerschaltung) angeschlossen, das Digifon Solo/2S an eine SUE4 (S0 Universal- Einschub).



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Digifon- Standart A0
Das Digifon- Standart A0 ist ein ISDN- Systemtelefon für das System 8818. Das Digifon Standart A0 wird an eine SUE4 angeschlossen. Es entspricht im Gehäuse dem Digifon Komfort/2 A1



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Digifon- Comfort/2 A1
Digifon- Comfort/2 Ratio
Das Digifon Comfort/2 A1 ist ein komfortables ISDN- Systemtelefon für das System 8818 (Digifon- Comfort/2 Ratio verfügt über eine neuere Grundplatine, die Funktionen und Ausstattung sind mit denen des Digifon- Comfort/2 A1 identisch). Es verfügt über 11 frei programmierbare- und 26 fest belegte Funktionstasten, ein 2* 40 Zeichen alphanumerisches Display, Freisprechen und Lauthören. An dieses Telefon können maximal 3 RNG/2 mit Platz für jeweils 60 Nummern angeschlossen werden. Damit lassen sich im Telefon maximal 191 Nummern speichern, die sich auf Tastendruck wählen lassen. Das Digifon Komfort/2 A1 wird an an eine SUE4 angeschlossen.



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RNG/2
Der RNG/2 läßt sich an die Digifon- Comfort/2 A1 und Digifon- Comfort/2 Ratio anschließen. Im RNG/2 lassen sich 60 Nummern, Texte oder Data- Strings (an die 8818 kann ein Rechner angeschlossen werden, der Texte auf den Display darstellen kann, der über die DATA- Funktion der Endgeräte gesteuert werden kann) speichern. Es sind maximal drei Geräte an ein Digifon- Comfort/2 anschließbar, damit lassen sich im Telefon maximal 191 Nummern speichern, die sich auf Tastendruck wählen lassen.



An das System 8818 können noch weitere Endgeräte, die speziell dafür entwickelt wurden, angeschlossen werden. Eine Aufzählung würde den Rahmen sprengen, sie sind alle im 864 Seiten fassenden Montagehandbuch für dieses System beschrieben, das von dieser Webseite geladen werden kann.

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