connex C/ Elcom TK32 Infoseite
admin, Tuesday 09 November 2010 - 20:56:42


connex C/ Elcom TK32 Infoseite

Die normale Bedienungsanleitung connex C für den letzten SW-Stand finden Sie hier.
Die normale Bedienungsanleitung Elcom TK32 für den letzten SW-Stand finden Sie hier.



Hersteller der connex C/ Elcom TK-32 waren die beiden mittelständischen Firmen Bosse und elmeg, nach der Übernahme von Bosse durch AGFEO produzierte elmeg  die Anlage allein weiter. 1989 wurde das System von der Deutsche Bundespost eingeführt.

Die Telekom connex C und elmeg Elcom TK32/ sowie Elcom TK32 easy sind weitestgehend baugleich. Es gibt im wesentlichen nur folgende Unterschiede:

!. Der Steuerrechner der connex C (CPU1, CPU2 und CPU3, je nach SW-Stand) verfügt über einen Steckplatz für eine Smart-Card, der über die Software angesteuert werden kann, mit ihrer Hilfe lassen sich Daten speichern und der Zugang zur Anlagenprogrammierung freischalten oder sperren. Diese Platz ist auf der RE1, RE2 und RE3 (je nach SW-Stand) der Elcom TK-32/ easy nicht bestückt, lediglich aus der Systeleinrichtsoftware heraus läßt sich der Kartenslot ansprechen, sofern die Elcom TK32/ easy Firmware in einer CPU der connex C installiert ist.

2. Die Gehäuse haben unterschiedliche Formen, ein TGG (Zusatzwandgehäuse, in ihm lassen sich Einschub-NTBA, Feinschutz sowie Verteiler installieren), wie bei der connex C ist bei der elmeg-Variante nicht vorhanden.

3. Es gibt unterschiedliche Telefonmodelle:
Der folgenden Tabelle können Sie entnehmen, wie die Geräte bei elmeg und Telekom heißen, welche baugleich sind und mit welchen Firmwareständen der connex C und der elmeg Elcom TK32 sie ohne Einschränkungen betrieben werden können.

Typ elmegTyp TelekomBaujahrSW-connexSW-elmeg
TK 32 (SysTel 101)keine Entsprechungbis 05-1992bis 4.xbis 3.x
TK 32 (SysTel 102)keine Entsprechung
ab 07-1992bis 4.xbis 3.x
keine Entsprechung
SyTel Mod 45
?
bis 2.xbis 1.x
TK 32-3 (SysTel 103)SysTel Mod 45-2?
bis 4.xbis 3.x
keine Entsprechung
SysTel Mod 46?
bis 4.xbis 3.x

Eine Baugruppen- und Softwarekompatibilitätsliste kann man hier finden.


connex_geschlossen_2deckel.JPG


Telekom connex C mit 2 Wandgehäusen, Deckel geschlossen. In diesen Gehäusen werden die Baugruppen zum Anschluß der Nebenstellen (max. 28) und der Amtsleitungen (max. 22) sowie Steuerrechner und Netzteil installiert. Insgesamt darf die Anzahl von 32 Ports jedoch nicht überschritten werden.




connex_offen_2deckel.JPG

connex C mit 2 Wandgehäusen, Deckel geöffnet. In diesen Gehäusen werden die Baugruppen zum Anschluß der Nebenstellen (max. 28) und der Amtsleitungen (max. 22) sowie Steuerrechner und Netzteil installiert. Diese connex C ist nicht installiert.




cpu3_klein.JPG
Zum Vergrößern bitte klicken. (Diese Abbildung zeigt eine hochgerüstete CPU2 auf CPU3, in der Vergrößerung sind dann auch die Hinweiszahlen sichtbarmistrust.png)

Steuerrechner CPU3 ( bei Elcom TK32: RE3) mit Telekom connex C Firmware 4.0x11a (die EPROM- Sockel in 11b bleiben bei der CPU3 frei, sie finden nur bei der CPU2 Anwendung und wurden bei der CPU3 nicht bestückt, da hier die Firmware aus 4 EPROMs besteht. Dieses ist eine hochgerüstete CPU2 auf CPU3, lediglich der Arbeitsspeicher5 und ein Tel des Kundendatenspeichers6 wurden durch Tausch erhöht).Eine Memory- Card1 ist im Steckplatz12 (wurde bei der Elmeg- Version nicht bestückt) gesteckt. Sie dient dem Speichern der programmierten Daten in der connex C (nicht der Elcom TK32; dort wird das Speichern nur im Serviceprogrammiermodus der SysTel- Einrichtsoftware unterstützt; der Menüpunkt set 87, Kundendaten auf Memory- Card sichern, entfällt) wie auf einer Diskette, sodaß im Schadensfall die CPU3 getauscht werden kann, ohne die Anlage neu programmieren zu müssen. Die CPU3 enthält einen flüchtigen Kundendatenspeicher3 und eine Uhr, die bei Stromausfall von der 3,0 V Lithium- Batterie2 gepuffert werden. Ist diese leer (nach ca. 10 Jahren), wird am Systemtelefon ein entsprechender Hinweis ausgegeben. Außerdem ist auf der CPU3 noch ein Mikrocontroller vom Typ 68007 mit 16 bit vorhanden, und der Arbeitsspeicher4 und 5, ein Generator für MOH (Music on Hold) ist ebenfalls vorhanden, die Hörtöne werden hier generiert, eine RS232C Schnittstelle6 zum Anschließen eines PC's, Druckers oder Monitors ist ferner auch vorhanden, sowie ein Steckplatz10 um die CPU3 um eine zweite RS232C zu erweitern. Die gelbe Reset- Taste8 kann zum Neustarten des Systems genutzt werden. Der blaue Programmierschalter9 schaltet die Serviceprogrammierung frei.




CPU3.jpg

Diese Abbildung zeigt eine CPU3, durch Jumper (Schalter) läßt sich aus ihr eine CPU2 machen, falls erforderlich. Eine CPU2 läßt sich durch umlöten von Brücken zu einer CPU3 machen, eine CPU3 kann im Gegensatz zur CPU2 auch 4MB EPROMs lesen.




connex- memory- cards 4 stck.jpg

Auf den Smart- Cards lassen sich Konfigurationsdaten der connex C speichern. Ihr Speicher umfaßt 32k. Der Hersteller ist Fujisoku (www.fujisoku.com), Kartentyp BF128A1-BC mit 128k (die ursprüngliche 64k Variante wird nicht mehr produziert), 38 PIN. Diese Karten sind in Industrieanwendungen immer noch Standard. Die Karten haben einen flüchtigen Speicher, die im Inneren befindliche 3,0 Volt Lithium Knopfzellen- Batterie puffert ihn für ca. 10 Jahre. Als Schlüsselkarte, zum Aufschließen des Service- Programmiermodus kommen nicht flüchtige 8k große Karten (BR8A1-A) mit EEPROM zum Einsatz, die mit "Telekom- Card" beschriftet sind. Bei der Firmware- Variante ELCOM TK32 ist ein Aufschließen mit Telekom- Card nicht möglich, hier benötigt man stattdessen den Servicecode.
Eine genauere Anleitung zu den Smart-Cards kann man hier herunterladen.
ACHTUNG: Fujisoku hat ALLE passenden Memory-Cards und Zubehörprodukte der B-Serie abgekündigt. Dise werden weder Produziert, noch Vertrieben; Neukauf ist nicht mehr möglich!
Die Münchner Firma TecSys hat noch einige Karten vorrätig, auch ein Lese-/ Schreibgerät kann man bei ihr beziehen.




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Systemtelefon Modell 46 in Rot. Es kann ab Software 3.0 connex C eingesetzt werden. Es wird an einen Anschluß einer TKP/ BGS oder APP/ APP2/ BGE/ BGE2 angeschlossen. Es verfügt über eine Freisprecheinrichtung. Ein Modul zum Anschluß eines Leichten Sprechzeugs (Headset) kann nachgerüstet werden mit dem Verlust des Freisprechens, ebenfalls kann ein Gestörtstellenmodul nachgerüstet werden, womit das SysTel eingeschränkt funktionsfähig bei Stromausfall ist (nur möglich in Zusammenhang mit analogen HKZ- Ämtern).




connex_c_ystel 46 rot offen.JPG

und von innen...




connex_c_ystel 46 grau seite.JPG

SysTel 46 in Grau; ein weißes Modell war ebenfalls vorhanden.




connex_c_ystel 45 weiss vorne.JPG

SysTel 45 und 45-2. Das Modell 45 war in den Farben Weiß und Blau verfügbar, das Modell 45-2 zusätzlich in Schwarz. Sie waren äußerlich kaum zu unterscheiden, im Innern gab's aber einige Unterschiede: Das Modell 45 beherrscht weder den gedämpften Tonruf noch Funktion aus Ruhe. Beide SysTel  haben vier Tasten weniger als das SysTel 46, die Freisprechfunktion kann nachgerüstet werden, Lauthören ist Standardausstattung.




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GSM2 (Gestörtstellenmodul 2, bei Elcom TK32: SBN (Sub- BG Netzausfall)) für das SysTel 46. Im SysTel 45 und 45-2 wurde das GSM eingesetzt. In einem SysTel installiert, kann man mit ihm auch bei Stromausfall auf einer analogen Amtsleitung telefonieren. Es beherrscht IWV (Impuslwahlverfahren) und MFV (Mehrfrequenzwahlverfahren). Die Komfortfunktionen des Telefons sind bei Stromausfall allerdings nicht nutzbar.




connex_c_TKP.JPG

Baugruppe TKP bei connex C bzw. BGS bei Elcom TK32. An ihr lassen sich vier SysTel anschließen. Es gibt folgende Modelle: SysTel TK32 (101), SysTel TK32-2 (102) SysTel TK32-3 (103), SysTel Mod. 45, SysTel Mod. 45-2, SysTel Mod. 46. Die Telefone unterscheiden sich durch unterschiedliches Design und Funktionsumfang (SysTel TK32-3 (103) und SysTel Mod. 45-2 sind identisch).




connex_c_APP2 leer.JPG

APP2/ BGE2 unbestückt




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APP/ BGE mit Subbaugruppen bestückt.

Baugruppe APP oder APP2 bei connex C oder BGE bzw. BGE2 bei Elcom TK32. Oben ohne, unten mit Subbaugruppen. An ihr lassen sich max. vier der folgende Endgeräte anschließen: SysTel, Türfreisprecheinrichtung und analoge Endgeräte. Die APP2 bzw. BGE2 ist in der Lage, zusätzlich zum IWV (Impulswahlverfahren) und Erdtaste auch MFV (Mehrfrequenzwahlverfahren) und Flashtaste auszuwerten - die entsprechende Anlagen- Firmware vorausgesetzt.




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Subbaugruppe ABS bei connex C bzw. SBA bei Elcom TK32. Sie wird auf einen der vier Steckplätze einer APP/ APP2  bzw. BGE/ BGE2 gesteckt. An ihr läßt sich ein analoges Endgerät (a/b) anschließen.




connex_c_TKS EIGEN.JPG

Subbaugruppe TKS bei connex C bzw. SBS bei Elcom TK32. Sie wird auf einen der vier Steckplätze einer APP/ APP2  bzw. BGE/ BGE2 gesteckt. An ihr läßt sich ein Systemtelefon anschließen.




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Subbaugruppe TFE bei connex C bzw. SBT (Subbaugruppe Türfreisprecheinrichtung) bei Elcom TK32. Sie wird auf einen der vier Steckplätze einer APP/ APP2  bzw. BGE/ BGE2 gesteckt. An ihr läßt sich eine Türfreisprecheinrichtung mit der Schnittstelle FTZ 123 D 12 anschließen.




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AMT2 bei connex C, bzw. BGW2 (Baugruppe Wählanschluß 2)bei Elcom TK32. An ihr lassen sich zwei analoge HKZ- Amtsleitungen (Anschlüsse, die mit dem Hauptanschluß-Kennzeichen arbeiten, also alle heute gebräuchlichen analogen Telefonanschlüsse) anschließen, die Gestörtstellenumschaltung wird in ihr vorgenommen. Eine Gebührenweiche zum Filtern und Weiterverarbeiten von 16KHz Gebührenimpulsen ist nachrüstbar. Im Gegensatz zur AMT/ BGW sind in ihr die Module MFS (Mehrfrequenzsender, zur MFV- Wahl am Amt) und DGS (Dreiergespräch, Dreierkonferenz) bereits vorgeleistet und müssen nicht nachgerüstet werden.




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ISDN-AMT2 bei connex C, bzw. BGI2 bei Elcom TK32. An ihr lassen sich zwei S0-Anschlüsse (ISDN- Amts- Anschlüsse) anschließen. Maximal 3 Baugruppen dieses Typs sind installierbar, was sechs S0- Anschlüssen entspricht. Maximal zwei S0- Anschlüsse sind als Mehrgeräteanschluß mit jeweils maximal drei MSN (Multiple Subscriber Number: Rufnummern bei ISDN-Mehrgeräteanschlüssen) konfigurierbar. Die ISDN-AMT (bei connex C) bzw. BGI (bei Elcom TK32) kann nicht mehr eingesetzt werden, da sie nur ISDN- Anschlüsse nach 1TR6 beherrscht (Nationales ISDN, wurde bundesweit zum 31.12.2006 abgeschaltet). Die Module MFS (Mehrfrequenzsender, zur MFV- Wahl am Amt) und DGS (Dreiergespräch, Dreierkonferenz) sind bereits vorgeleistet.




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ERG2 bei connex C bzw. BGR2 bei Elcom TK32. An ihr läßt sich ein externes Gerät zur Einspielung von Wartemusik (MOH) anschließen. Des weiteren verfügt sie über sieben Relais zur Steuerung verschiedener Geräte (z. B. Licht, Türöffner, Rolläden oder zusätzliche Telefonzweitrufgeräte). Zwei Module sind nachrüstbar. Zur Auswahl stehen: Modul mit weiteren sieben Relais und Modul zur Nachsendung von Gebührenimpulsen an analoge Nebenstellen, sodaß sich an einem Nebenstellenanschluß ein Telefon mit Gebührenzähler betreiben läßt. Im Gegensatz zur ERG/ BGR verfügt sie noch über einen Platz zum Stecken eines Wartefelds oder einer Wartemusik. Befinden sich alle Teilnehmer z. B. des Zentralrufes im Gespräch, kann das Wartefeld den Anrufer entgegennehmen und ihm mitteilen, daß die Zentrale belegt sei, aber der nächste Platz für ihn frei werde (Ansage vor Abfrage). In den zugehörigen SysTel werden ein Hinweis im Display angezeigt und - sofern konfiguriert - der Anklopfton und/ oder der gedämpfte Tonruf eingespielt.

Weitere Baugruppen sind im Montage- und Servicehandbuch beschrieben, eine Aufzählung würde hier den Rahmen sprengen.




Die Informationen wurden von mir mit großer Sorgfalt und bestem Wissen zusammengetragen, eine Gewähr übernehme ich dennoch nicht.



Korrekturhinweise und Verbesserungsvorschläge bitte an mich.

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